Erläuterungen zum Aufruf


Vertraulichkeit / Anonymität / Persönlichkeitsschutz / weitere Fragen


Dem „Aufruf zur Betroffenenbeteiligung“ liegt der Wunsch zugrunde, mit anderen Betroffenen, die dies wollen, in Kontakt zu kommen.

Diskretion, Wahrung von Anonymität und Datenschutz standen und stehen im Mittelpunkt der Überlegungen, die wir, die Unterzeichner des Aufrufs, untereinander und mit dem Bistum Münster – Interventionsstelle – Herrn Peter Frings und Herrn Stephan Baumers angestellt haben. Uns erschien es aber nicht sinnvoll, dass das Bistum selbst einen Aufruf zur Betroffenenbeteiligung startet.

Da nur dem Bistum Münster eine Vielzahl von Betroffenen näher (Name, Adressen) bekannt ist, haben wir uns gemeinsam mit der Interventionsstelle des Bistums entschieden, dass der Aufruf vom Bistum Münster in unseren Namen per Post verschickt werden soll. So ist es auch geschehen (nähere Informationen in der Pressemitteilung des Bistums vom 30. Juni 2021 und Interview mit Martin Schmitz und Stephan Baumers in Kirche + Leben vom 30. Juni 2021)

In manchen Rückmeldungen, die die Ansprechpartner*innen bisher erhalten haben, wurden Fragen und Sorgen geäußert, auf die wir hier kurz eingehen möchten:

„Wer wurde angeschrieben?“

Jeder, der einen Antrag auf die sog. „Anerkennung des Leides“ beim Bistum Münster gestellt hat, sollte angeschrieben werden. Damit ist aber keinerlei „Auswahl“ verbunden: JEDE/JEDER Betroffene aus dem Bereich des Bistums Münster – einschließlich des Bereichs des Bischöflich Münsterschen Offizialats Oldenburg/Vechta - ist bei dem geplanten Treffen ausdrücklich erwünscht und herzlich willkommen!

Aus einigen Rückmeldungen haben wir erfahren, dass der Aufruf – anders als geplant – trotzdem nicht bei allen, die den Antrag gestellt haben, angekommen ist. Wer den Aufruf noch per Post zugeschickt bekommen möchte, kann sich jederzeit bei den Ansprechpartner*innen oder dem Bistum – Interventionsstelle – melden.

„Hat das Bistum Münster meinen Namen/meine Anschrift/Sonstiges über mich an die Vorbereitungsgruppe weitergegeben?“

Nein. Der Aufruf wurde vom Bistum vervielfältigt, kuvertiert und dann per Post verschickt. Die Vorbereitungsgruppe weiß nicht, an wen, und hat die Kuverts auch nicht gesehen.

„Hat das Bistum Münster Daten von Betroffenen an die Ansprechpartner*innen weitergegeben?“

Nein.

·„Ist geplant, dass das Bistum Münster zu einem späteren Zeitpunkt Daten von Betroffenen an die Ansprechpartner*innen weitergibt?“

Nein.

·„Muss ich, wenn ich an dem Treffen teilnehmen möchte, dort meinen Namen nennen und meine Anonymität aufgeben?“

Nein. Wer während des Treffens anonym bleiben möchte, kann das tun, und zwar mit einem sog. Alias-Namen. Dazu wird es vor dem Treffen noch weitere Informationen geben. 

„Muss ich auf den Brief der Gruppe reagieren oder kann ich den einfach zu den Akten nehmen“?

Nein, man muss darauf nicht reagieren. Wer nicht bei der Betroffenenbeteiligung mitwirken möchte, der muss dies auch nicht.

Darf ich mich auch weiter mit meinen persönlichen Anliegen beim Bistum melden oder muss ich immer künftig über die Betroffeneninitiative gehen“?

Niemand ist gezwungen, sich an die Betroffeneninitiative(n) zu wenden. Jede betroffene Person entscheidet alleine, an wen sie sich mit ihrem Anliegen wenden möchte.

„Von wem bekomme ich denn künftige Hinweise auf weitere Aktivitäten"?

Über die Aktivitäten der Betroffenenbeteiligung im Bistum Münster wird regelmäßig auf dieser Internetseite berichtet werden:

www.betroffenenbeteiligung.de

Es kann aber auch sein, dass das Bistum in Abstimmung mit den Betroffenen z.B. über Pressemitteilungen auf solche Aktivitäten hinweisen wird.